Was Südtirol in der Faschingszeit Besonderes zu bieten hat, erfahren Sie hier!
Sie waren in der Faschingszeit schon einmal im Meraner Land? Dann kennen Sie einige der Südtiroler Faschingstraditionen vielleicht. Und falls nicht, laden wir vom Hotel Burggräflerhof Sie heute dazu ein, mehr über diese närrische, verrückte Zeit zu erfahren.
Ein ganz besonderes Faschingshighlight findet im nahegelegenen Vinschgau statt, und zwar in Prad am Stilfserjoch, gut eine Stunde Autofahrt von Meran entfernt.
Immer am Unsinnigen Donnerstag – dieses Jahr am 12. Februar – um 14.00 Uhr findet im Dorf das sog. Zusslrennen statt. Dabei verkleiden sich ausschließlich Männer – sie sind die Zussln – mit einem weißen Gewand, verziert mit bunten Papierblumen. Außerdem schnallen sie sich große, schwere Kuhglocken um den Bauch.
Mit viel Lärm ziehen sie so durch das Dorfzentrum und treiben die bösen Wintergeister aus. Hinterdrein geht der Sämann, der die Zuschauer statt mit Samen mit Sägespänen bewirft, aber: Wer verkleidet ist, bleibt in der Regel verschont.
Auch als Bauern und Bäuerinnen, Knechte und Mägde sowie Zoch und Pfott verkleidete Männer sind Teil des Umzugs. Zudem ziehen sie von Gasthaus zu Gasthaus und führen dort ihren wilden Tanz auf – ein wirklich unterhaltsames Schauspiel.
Alle zwei Jahre – und leider erst 2027 wieder – findet in Tramin in Südtirols Süden, etwa 40 Minuten von Meran entfernt, am Faschingsdienstag der berühmte Egetmann-Umzug statt. Die Hauptfigur ist der Egetmann Hansl, der heiraten wird. Mit seiner Braut zieht er in der Hochzeitskutsche durchs Dorf, begleitet von allerlei Bauernvolk. Besonders bekannt sind die Schnappviecher: große, tierähnliche Fellfiguren mit beweglichem Unterkiefer, das auf und zu schnappt – daher der Name.
Für Kinder und Interessierte finden in vielen Dörfern kleinere Umzüge und Faschingsbälle statt. Wenn Sie an einem davon teilnehmen möchten, informieren Sie sich am besten vor Ort darüber. Wir wünschen Ihnen eine ausgelassene Faschingszeit, egal wo Sie sie verbringen!

